Eine Frage der Haltung

Jedes Jahr öffnen neue Museen, die Besuche steigen und Museen sind beliebter als die Bundesliga. Warum also Outreach? Es ist eine Frage der Haltung, wie ein Museum seine Rolle in der Stadtgesellschaft definiert und sich mit ihr vernetzt. Dabei stellt sich das Museum zum Beispiel folgende Fragen “Welche Besucher wollen wir erreichen?” oder “Welchen Unterschied machen wir im Leben von Menschen?” Outreach umzusetzen bedeutet eine neue Ausrichtung der Organisation, neue Vernetzungsstrategien sowie neue Ebenen der Kommunikation und der gesellschaftlichen Verantwortung. Kurz: Outreach ist ein konsequenter Change-Management Prozess.

Menschlichkeit statt Mechanik

Ich komme gerade zurück von einem inspirierenden Symposium das mit der Themenstellung “Neue Schulen – Neue Wirtschaft. Miteinander Zukunft gestalten” vom Institut Lamberty initiiert wurde. Für kurze Zeit habe ich mich in die Zukunft versetzt gefühlt, in der ich leben möchte. Zusammen mit Menschen, denen Menschen wichtig sind, die sich auf den Weg gemacht haben unsere Gesellschaft anders zu gestalten. So unterschiedlich die Impulse aus dem Wirtschafts- und Bildungsbereich waren, für mich gab es viel Verbindendes. Denn wenn Margret Rasfeld fragt: „Was machen wir mit den Seelen unserer Kinder?“ und „Welchen Geist, welche Haltung geben wir in die Gesellschaft?“, dann betreffen diese Fragen nicht nur die Schule.

Dieser Zeit, in der Gestaltungskompetenz und Flexibilität gefordert sind, begegnet die Wirtschaft von heute genau wie die Schule von heute, mit Prinzipien aus einer vergangenen Zeit. In den Schulen, wie Unternehmen gibt es eine große Sehnsucht nach Sinn und Autonomie. Für Kinder, wie für Arbeitnehmer sind dieses die beiden Kernelemente zur Potenzialentfaltung. Wir gelangen zu einer Haltungsänderung und einem Menschenbild des mündigen und gestaltungsfreudigen Menschen, in dem wir mit Paradigmen brechen, die uns ursprünglich geholfen haben. Wie wir wissen ist es jedoch schwer eingeübte Verhaltensweisen zu verändern. Ich bin daher sehr dankbar an diesem Wochenende Beispiele erlebt zu haben, die zeigen wie die veränderte Haltung zur Veränderung des Umgangs mit Menschen und zu mehr Menschlichkeit führt, womit eine Steigerung der Wertschöpfung im weitesten Sinne verbunden ist.

In der Schule werden die Angst und der Konkurrenzdruck aus dem System genommen. So entsteht eine neue Kultur der Beziehungspflege zwischen Schülern und Lehrern und zwischen der Schule und ihrem Umfeld. Diese Schule macht Lust auf Lernen und Lernen macht wieder Freude. Das ist ein Prinzip, das auch in Unternehmen funktioniert. Bodo Janssen beweist mit dem Upstalsboom Weg, dass Menschlichkeit und Erfolg zusammen gedacht werden können. Er sagt: „Eine Unternehmenskultur ist dann authentisch, wenn die Menschen in dem Unternehmen das Leben können, was ihnen als Mensch wichtig ist.“

Wie man einer Kamera das Tanzen beibringt – Ein Abend mit Wim Wenders

Wim Wenders empfängt uns in der Kulisse des Stücks „Café Müller“, dessen Uhraufführung 1978 im Opernhaus Wuppertal war. 1985 sah er das Stück bei einem Gastspiel in Venedig. Der Beginn einer langen Freundschaft mit Pina Bausch und des Plans ein gemeinsames Filmprojekt zu realisieren. Der Abend handelt von Bewegung, als innerer und äußerer Prozess. Wim Wenders möchte uns bewegen.

Unser Gastgeber spielt Musik, im Hintergrund laufen Filmszenen aus „Himmel über Berlin“. Er erzählt uns, wie das Filmteam mit allen Mitteln die Kameras zum Fliegen brachte, damit sie sich wie Engel bewegten. Als die Kamera die Bewegung der Engel gelernt hatte – durch Wände und Menschen hindurch gehen konnte – entsprach das noch nicht der Wirkung, die das Bild vermitteln sollte. „Wie bringt man einer Kamera Spiritualität bei?“ fragt sich der Filmemacher und die Schauspieler erhalten fortan die Regieanweisung, eine liebevolle Haltung und liebevolle Blicke auszustrahlen. Von da an ist nicht mehr nur wichtig welche Einstellung gedreht wird, sondern mit welcher Einstellung. So wird eine Aura der Zuneigung vermittelt.

Nun ertönen kubanische Klänge; die Filmmusik zur Dokumentation über Buena Vista Social Club. Wim Wenders begleitet seinen Freund Ry Cooder spontan nach Kuba, wo dieser das Album “Buena Vista Social Club” aufnimmt. Er erzählt die beeindruckende Geschichte darüber, wie das Filmprojekt zu Stande kam. Sie handelt von Leidenschaft, Inspiration, Spontaneität, Zufall, Begegnung, Respekt und Anerkennung. Ein Ereignis, bei dem der Kameramann zum Musiker wird und die Musiker sich als Kameramann erproben, bricht das Eis zwischen den vermeintlich ungleichen Menschen. Von diesem Moment an, respektieren sie ihre jeweiligen Fähigkeiten und die Kamera kann hautnah dabei sein. Durch und mit der Verfilmung wird die Kamera musikalisch. Sie lernt den Groove.

Über 20 Jahre sollt es dauern, bis das Projekt, einen Film über Pina Bausch zu machen Realität wird. “Vorher, sagt Wim Wenders, war es nicht möglich.” Er hatte keinen Weg gesehen, Tanztheater filmisch umzusetzen, ohne Pina Bausch zu enttäuschen. Dann kam die 3D Technik auf den Markt. Eine Technik, die dazu verhalf, den Tanz mit seiner räumlichen Dimension darzustellen. Im September 2009 verstarb Pina Bausch plötzlich. Wim Wenders stoppte zunächst die Vorbereitungen, dann wurde aus dem gemeinsamen Projekt eine Hommage an Pina Bausch. „Pina“ wurde als erster 3D Film für den Oscar in der Kategorie Dokumentarfilm nominiert. Welche Forschungsarbeiten und welcher technische Aufwand damit verbunden waren, wurde uns anschaulich berichtet: Es bedurfte der minutiösen Vorbereitung, jede einzelne tänzerische Bewegung vorab zu studieren, damit die Kamera, die über einen teleskopischen Kranarm gesteuert wurde, den Tanz so nah und natürlich wie möglich einfangen konnte. Von Pina Bausch lernte Wim Wenders, das Bewegung aus etwas Innerem entsteht, das raus muss. Nachdem die Kamera fliegen lernte und dann musikalisch wurde, konnte sie nun auch tanzen.

Der Malort von Arno Stern

Malort Paris

Meiner Neugierde für Bildungsthemen und dem Kinofilm Alphabet verdanke ich meine Bekanntschaft mit Arno Stern. Denn am gleichen Abend noch meldete ich mich für sein Seminar in Paris an. In meiner Ausbildung lernte ich die Gesetzmäßigkeiten der Formulation, den Malort und seine Spielregeln kennen, befreite mich von allem Pathologisieren, Bestaunen, Belehren oder Deuten und möchte nun dazu beitragen, mehr Kindern die Erfahrung des Malortes zu ermöglichen.

Seit dem Kinostart von Alphabet im Herbst 2013 sind die Weiterbildungen im Malort in Paris weithin ausgebucht. Der Filmemacher Erwin Wagenhöfer porträtiert weltweit Menschen, die für ein neues Bildungsverständnis stehen. Darunter Sir Ken Robinson, Yang Dongping, Professor in Beijing und Leiter der staatlichen Organisation “Bildung des 21. Jahrhunderts”, Gerald Hüter, Professor für Neurobiologe in der Neurobiologischen Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen und den Forscher Arno Stern.

Arno Stern ist Entdecker der Formulation. Damit beschreibt er das bis dato in der Menscheitsgeschichte nicht beachtete Phänomen, der natürlichen Entwicklung des Selbstausdrucks. Die Formulation erfordert keine Begabung und schließt niemanden aus. Die natürliche und spontane Ausdrucksweise, in bestimmten festgelegten Entwicklungsstufen, ist bei allen Menschen unabhängig von kulturellen Prägungen gleich. Es entstehen Erstfiguren, die wir als Unwissende im allgemeinen als Gekritzel bezeichnen und Hauptfiguren, die Erwachsene als künstlerisch unzulänglich werten und verbessern.

Mit dem Malort, erschafft Arno Stern einen Raum, der die optimalen Bedingungen für die Äußerungen darstellt. Ein Raum, der Geborgenheit gibt, in dem die Vernunft überschritten werden und das Spontane aufleben kann. Alles was hier entsteht bleibt im Malort. Über 500.000 Bilder hat Arno Stern während seines über 50 jährigen Wirkens archiviert und erforscht. Ich selber habe während des Seminars 7.000 dieser Bilder gesehen.

Das was im Malort geschieht nennt er Malspiel. Dieses Spiel erfolgt nach festen Spielregeln. Für Erwachsene sind die strengen Regeln gewöhnungsbedürftig. Kinder nehmen sie schnell an, denn sie sind wichtig für die Konzentration und Fokussierung auf eine Tätigkeit. Zu jedem Malspiel, das 90 Minuten dauert, finden sich auf einem Raum von etwa 20 Quadratmetern bis zu 15 Personen in gemischten Gruppen ein. Hier können sie ohne Vorbild, ohne Belehrung, ohne Meister ihrer inneren Spur Ausdruck verleihen. Sie werden dabei von einem Dienenden unterstützt. Die dienende Person im Malort sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Sie führt in die Spielregeln ein, achtet auf deren Einhaltung und ermöglicht es den Malspielenden, sich ganz auf sich und das Malspiel zu konzentrieren.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters nominierte auf Vorschlag der Deutschen Filmakademie den Dokumentarfilm Alphabet für den Deutschen Filmpreis. Der Malort und die Reformierung der Bildung werden in wenigen Tagen noch mehr Aufmerksamkeit gewinnen.

Das Expertenblog für Outreach in Museen ist online

Deutschland hat mit mehr 18.000 Kultureinrichtungen eine der höchsten Dichten an Kultureinrichtungen weltweit, erreicht damit jedoch nur 8% der deutschen Bevölkerung regelmäßig. Vielen Menschen ist also der Zugang zu Museen momentan nicht möglich. Damit geht ihnen ein wesentlicher Teil an kultureller Bildung verloren. Denn das Wissen, das in Museen gespeichert ist und in Form von Dauerausstellungen oder Sonderausstellungen gezeigt wird, trägt zu einem besseren Verständnis der persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklung bei. Wie können Museen aktiv dabei helfen, dieses Wissen zu erschließen?

Wir möchten Museen in ein neues Zeitalter führen. Damit das gelingt ist eine neue Denkweise und ein strategisches Vorgehen erforderlich. Dass Outreach eine geeignete Strategie sein kann, stellen wir in unserem neuen Blog Museum-Outreach vor. Hier erfahren Sie was Outreach ist und warum Sie Outreach einführen sollten. Lesen Sie über gute Beispiele von Outreach im In- und Ausland, über aktuelle Forschungsbeiträge und Veranstaltungen zum Thema.

Kultur zu allen

Seit über 7 Jahren entwickle ich mobile Kulturprojekte und setze damit mein Kulturparadigma der “Kultur zu allen” um. Unter anderem habe ich ein mobiles Museum, ein mobiles Atelier und den Geschichtomat ins Leben gerufen. Mit Geschichtomat entdecken Hamburger Schüler und Schülerinnen jüdische Geschichte in Hamburg. Ausgestattet mit iPads, Foto- und Videokamera beschäftigen sich die Teilnehmer mit jüdischem Leben in ihrem Stadtteil, führen Interviews mit Zeitzeugen oder Experten, besuchen Archive und Museen und laden die Ergebnisse ihrer Recherchen selbst auf der Website www.geschichtomat.de hoch. Nebenbei bekommen viele Schüler dadurch Zugang zu neuen Lebenserfahrungen und Institutionen, die ihnen sonst fremd bleiben.

Aktuell können wir zwei Projektwochen in Hamburg realisieren. Fast zeitgleich wird auch das von mir initiierte Mobile Jüdische Museum Berlin im Norden unterwegs sein. Dass es sich beide Male um jüdische Themen handelt ist reiner Zufall. Offensichtlich habe ich einen guten Weg der Vermittlung gefunden. Mir geht es dabei weniger um historische Faktendaten und das immer wieder Kreisen um den Nationalsozialismus. Ich selber habe das Judentum tatsächlich erst kennengelernt, als ich angefangen habe das mobile Museum zu entwickeln. Dabei habe ich die jüdische Kultur über persönliche Geschichten erfahren. Ein Objekt, wie zum Beispiel die Nivea Dose, erzählt die Geschichte über Oskar Troplowitz, einen Menschen, der großartiges in Hamburg geleistet hat. Darüber lerne ich auch etwas über das wichtige jüdische Gebot der Zedaka.

Ich hoffe auch mit Geschichtomat gelingt es, das Geschichtswissen jenseits der stereotypsierten und einseitigen Perspektive auf Juden, über Emotionalität und Menschlichkeit zu vermitteln. Da wir noch in der Modellprojektphase sind, wird sich das zeigen.

Die Neuigkeiten zu Geschichtomat und die Termine für “JMB.on.tour” sehen Sie hier. Sie sind herzlich eingeladen. Machen Sie sich selbst ein Bild davon wie eine “Kultur zu allen” funktioniert.

Als Initiatorin des mobilen Jüdischen Museums Berlin freue ich mich ganz besonders auf die Termine in Hamburg und Schleswig-Holstein hinzuweisen.

JMB on.tour: Das mobile jüdische Museum Berlin tourt im Norden

JMB on.tour 2013

Foto © Moritz Nicolaus Schmid

Vom 28. Oktober bis 1. November 2013 ist “on.tour – Das Jüdische Museum Berlin macht Schule” im Norden unterwegs und macht Station an folgende Schulen:

Montag, 28. Oktober 2013
Marion-Dönhoff-Gymnasium, Auf dem Schulberg 1, 23879 Mölln

Dienstag, 29. Oktober 2013
Gymnasium Wentorf, Hohler Weg 16, 21465 Wentorf bei Hamburg

Mittwoch, 30. Oktober 2013
Anne-Frank-Gemeinschaftsschule, Binsenweg 1, 25337 Elmshorn

Donnerstag, 31. Oktober 2013
Heinrich-Hertz-Schule, Grasweg 72-76, 22303 Hamburg

Freitag, 1. November 2013
Gretel-Bergmann-Schule, Margit-Zinke-Str. 7-11, 21035 Hamburg

Wenn Sie das Konzept erleben wollen, das seit sechs Jahren bundesweit erfolgreich in persönlichen Begegnungen die Begeisterung der Schüler für deutsch-jüdische Geschichte und Kultur weckt, nehmen Sie Kontakt mit dem on.tour Team auf. Weitere Details und Ansprechpartner finden Sie hier:

JMB on.tour – Das Jüdische Museum Berlin macht Schule

P R E S S E E I N L A D U N G

Mit dem Geschichtomat das jüdische Hamburg entdecken

Wer hat Sigmund Freud in Wandsbek den Kopf verdreht oder warum sind Blumen auf einem jüdischen Friedhof ungewöhnlich? Diese und viele andere Fragen rund um jüdische Geschichte in Hamburg beleuchtet das deutschlandweit einzigartige Geschichts- und Kulturvermittlungsangebot Geschichtomat. Schüler recherchieren eine Woche lang jüdische Geschichte und Kultur in ihrer Umgebung. Dabei erleben sie hautnah, wie interessant Geschichte sein kann!

Die spannende Zeitreise startet am 14. Oktober 2013 in der Stadtteilschule Winterhude und am 21. Oktober 2013 in der Gyula Trebitsch Schule Tonndorf.

Interessierte Journalisten sind herzlich eingeladen, die Jugendlichen bei ihren Recherchen zu begleiten.

Am 23. Oktober um 10 Uhr wird der Zeitzeuge Klaus Schuldt über Pastor Bernhard Bothmann berichten, der in der NS-Zeit aufgrund seiner jüdischen Ehefrau aus dem Amt vertrieben wurde und erst nach dem Krieg wieder für die Gemeinde tätig wurde. Klaus Schuldt wurde von Pastor Bothmann selbst konfirmiert und wird den Schülern der Gyula Trebitsch Schule Tonndorf über dessen Leben berichten.

Am 4. November um 14 Uhr wird der Experte für die Hamburger jüdischen Friedhöfe Michael Studemund-Halévy die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Winterhude bei ihrer Spurensuche über den die jüdischen Friedhof Ohlsdorf begleiten und ihre Fragen zur jüdischen Bestattungskultur beantworten.

Warum sind Blumen auf einem jüdischen Friedhof ungewöhnlich? Wer war Siegmund Freud und was hat seine Liebesgeschichte mit Martha Bernays mit Wandsbek zu tun? Warum steht ein Güterwagen vor der Schule in der Meerweinstraße? Ausgestattet mit IPads, Foto- und Videokameras werden sich die Schüler in Projektgruppen mit jüdischem Leben in ihrem Stadtteil befassen, Interviews mit Zeitzeugen oder Experten führen, Archive und Museen besuchen und die Ergebnisse ihrer Recherchen auf der Website www.geschichtomat.de hochladen. Dort verorten sie ihre Filmbeiträge oder Fotodokumentationen auf einer Hamburgkarte. So wächst mit den Beiträgen der digitale Stadtplan zum jüdischen Hamburg aus der Sicht der Jugendlichen. Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler durch ein Team aus Kulturvermittlern und Medienpädagogen, die bei den Recherchen sowie bei dem Produzieren und Bearbeiten von Film- und Bildmaterial unterstützen.

Ermöglicht wird die Fortführung des Projekts durch die Reinhard Frank Stiftung und das Eduard-Duckesz-Fellowship sowie die BürgerStiftung Hamburg. Weitere Unterstützung erhält es durch das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulbildung Hamburg. Der Geschichtomat ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) und des ateliers für gesellschaftsgestaltung

Bitte kontaktieren Sie

Institut für die Geschichte der deutschen Juden
Dr. Stephanie Kowitz-Harms
Projektbüro Geschichtomat
Beim Schlump 83 | 20144 Hamburg
Tel.: 040/428 38 29 35 | E-Mail: geschichtomat@pulic.uni-hamburg.de

Die mobile Website erreichen Sie unter www.geschichtomat.de
Neuigkeiten finden Sie hier www.geschichtomat-blog.de

Kinder und Jugendliche entdecken ihre Kreativität in einem unkonventionellen Pro-Bono-Projekt

Wie können wir es schaffen, dass sich Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft wieder mit Kunst und Kultur auseinandersetzen? Dies ist das Hauptanliegen von Ivana Scharf. Die Gründerin und Managerin des “Atelier für Gesellschaftsgestaltung” entwickelt daher Projekte, in denen weniger privilegierten sozialen Gruppen Zugang zu kultureller Bildung ermöglicht wird.

Eines ihrer Projekte trägt den Titel “Museum in Motion – Menschen für Museum begeistern”. Als Brückenbauer zwischen Schulen und Museen will dieses Projekt Kunst und Kultur im Schulalltag fest verankern. Ein sorgfältig ausgewähltes Team aus Erziehern, Lehrern und Künstlern reist in Deutschland in einem Bus von Schule zu Schule. Mit im Gepäck sind Kunstwerke sowie Künstlermaterialien. Die Idee dabei ist: die Schüler sollen auf unkonventionelle Art und Weise damit experimentieren und so ein Gefühl für Kunst vermittelt bekommen – ganz ohne Notenstress.

Seit 2012 haben zwei Roland Berger Berater aus Hamburg diesen innovativen Ansatz in einem Pro-Bono-Projekt unterstützt. Sie entwickelten ein strategisches Konzept und entwarfen Pläne für Marketing und Finanzierung sowie die deutschlandweite Umsetzung.

Dieser Beitrag erschien bei Roland Berger Strategy Consultans in den den CR News.