Menschlichkeit statt Mechanik

Ich komme gerade zurück von einem inspirierenden Symposium das mit der Themenstellung “Neue Schulen – Neue Wirtschaft. Miteinander Zukunft gestalten” vom Institut Lamberty initiiert wurde. Für kurze Zeit habe ich mich in die Zukunft versetzt gefühlt, in der ich leben möchte. Zusammen mit Menschen, denen Menschen wichtig sind, die sich auf den Weg gemacht haben unsere Gesellschaft anders zu gestalten. So unterschiedlich die Impulse aus dem Wirtschafts- und Bildungsbereich waren, für mich gab es viel Verbindendes. Denn wenn Margret Rasfeld fragt: „Was machen wir mit den Seelen unserer Kinder?“ und „Welchen Geist, welche Haltung geben wir in die Gesellschaft?“, dann betreffen diese Fragen nicht nur die Schule.

Dieser Zeit, in der Gestaltungskompetenz und Flexibilität gefordert sind, begegnet die Wirtschaft von heute genau wie die Schule von heute, mit Prinzipien aus einer vergangenen Zeit. In den Schulen, wie Unternehmen gibt es eine große Sehnsucht nach Sinn und Autonomie. Für Kinder, wie für Arbeitnehmer sind dieses die beiden Kernelemente zur Potenzialentfaltung. Wir gelangen zu einer Haltungsänderung und einem Menschenbild des mündigen und gestaltungsfreudigen Menschen, in dem wir mit Paradigmen brechen, die uns ursprünglich geholfen haben. Wie wir wissen ist es jedoch schwer eingeübte Verhaltensweisen zu verändern. Ich bin daher sehr dankbar an diesem Wochenende Beispiele erlebt zu haben, die zeigen wie die veränderte Haltung zur Veränderung des Umgangs mit Menschen und zu mehr Menschlichkeit führt, womit eine Steigerung der Wertschöpfung im weitesten Sinne verbunden ist.

In der Schule werden die Angst und der Konkurrenzdruck aus dem System genommen. So entsteht eine neue Kultur der Beziehungspflege zwischen Schülern und Lehrern und zwischen der Schule und ihrem Umfeld. Diese Schule macht Lust auf Lernen und Lernen macht wieder Freude. Das ist ein Prinzip, das auch in Unternehmen funktioniert. Bodo Janssen beweist mit dem Upstalsboom Weg, dass Menschlichkeit und Erfolg zusammen gedacht werden können. Er sagt: „Eine Unternehmenskultur ist dann authentisch, wenn die Menschen in dem Unternehmen das Leben können, was ihnen als Mensch wichtig ist.“

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