MuseobilBox – Die Idee

Hinter unserer Idee für das Konzept der MuseobilBOX im Rahmen des Programms „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung steht für uns das Ziel, Jugendliche mit der partizipativen Entwicklung und Kuratierung von kleinformatigen und mobil einsetzbaren Ausstellungen, erfahrbar zu machen, dass Museen Impulse für ihr eigenes Leben geben können.

 

Unserer Meinung nach können auch die Museen daraus lernen. Die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise an Museen heranzuführen sowie gesellschaftlich inkludierend zu wirken, sensibilisiert und öffnet die Museen für die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der heranwachsenden Generation.

 

Die Entwicklung und Kuratierung soll in Kooperationen von Museen, Schulen und aus dem jeweiligen Sozialraum stammenden Ehrenamtlichen (Mitglieder von Vereinen, Senioren) erfolgen. Der Schwerpunkt der teilnehmenden Schulen muss dabei ganz klar auf Haupt- und Realschulen liegen.

 

Die Stärke unserer Idee liegt in der partizipativen Entwicklung der Ausstellungen. Die Themen werden in einem gemeinsamen Brainstorming der Projektpartner festgelegt, wobei die Ideen der Schülerinnen und Schüler maßgeblich sind. Dadurch spiegeln sich die Interessen der Jugendlichen wieder. Die Schülerinnen und Schüler stellen Fragen, die ihre Gegenwart betreffen und treten über die gemeinsame Aufgabe der Entwicklung einer mobilen Ausstellung in den Dialog mit Menschen anderer Generationen und sozialer, kultureller Hintergründe.

 

Inspiration für die Entwicklung der Idee zu den Museumsboxen und die Grundlage für das pädagogische Konzept ist für uns das Open Museum Glasgow. Es ist seit 1990 der Outreach Service der Glasgow Museums. Ein Angebot des Open Museum sind die Handling und reminiscence kits, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen communities entstehen. Diese Gebrauchs- und Erinnerungsbaukästen zu verschiedenen Themen mit Originalobjekten aus den Sammlungen werden an Gruppen in beispielsweise Alters- und Pflegeheimen, in Jugendclubs, Strafanstalten und Krankenhäuser verliehen, die mit den Kits aktiv umgehen. Zum einen erreicht das Museum auf diese Weise mit seinen Themen und Objekten die Menschen in ihrer gewohnten Umgebung und alltäglichen Lebenssituationen und beteiligt sie zum anderen durch die gemeinsame Entwicklung der Kits an der Arbeit des Open Museums.

 

Nach unserer Vorstellung sollen die Maßnahmen wie im Glasgower Vorbild mit Hilfe des Outreach-Ansatzes umgesetzt werden. Outreach ist ein ganzheitlicher Ansatz, mit dem proaktiv und systematisch Museumsinhalte außer- und innerhalb des Museums vermittelt und neue Besuchergruppen angesprochen und eingebunden werden.

Die Idee wurde entwickelt von Julia Heisig, Ivana Scharf und Dagmar Wunderlich. Beitrag von Dagmar Wunderlich

 

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